Von den Spuren und Schatten der Nazipläne zur Reichshauptstadt Germania über die Teilung der Stadt und die Überwachung durch die Stasi, den Beginn der Demokratisierung in Ost-Berlin durch den „Runden Tisch" bis zur wiedervereinten deutschen Metropole der Bundeshauptstadt Berlin reichte dabei der Bogen.
Um die Entwicklung anschaulich zu machen wurden verschiedene Orte besucht und durch Referenten erläutert. So zum Beispiel die Mauergedenkstätte in der Bernauer Straße. Die Ausstellung Mythos Germania mit Dokumenten und Modellen und ein Rundgang durch den Bereich der ehemaligen Ministergärten verdeutlichte den Größenwahn der Nazipläne und mit welcher Menschenverachtung ihre Umsetzung betrieben wurde. Das Dokumentationszentrum der Beauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit verschaffte Einblicke in das Überwachungssystem der DDR und das Unrecht, das hier im Auftrag der Partei verübt wurde. Im Bonhoeffer Hotel, dem Ort des zentralen „Runden Tisches" der DDR erläuterte Militärpfarrer Schmidt anschließend den Demokratisierungsprozess. Die anschließende Andacht widmete sich dem Buß- und Bettag und dem folgenden Totensonntag.
Abgeschlossen wurde das Seminar mit dem Besuch des Ehrenmals der Bundeswehr am Bendler-Block. Da sich leider die Gestaltung des Ehrenmals dem Besucher nicht so ohne Weiteres erschließt, erfolgte eine Erläuterung durch einen Vertreter des Besucherdienstes des BMVg.
Neben allen Bildungsinhalten blieb noch genug Zeit, auch den Freizeitwert Berlins zu erleben. So wurde die Mittagspause genutzt, um eine der angeblich besten Currywurstbuden zu besuchen und abends wurde die Kneipen-, Club- und Diskoszene ausgiebig geprüft.
Das Fazit der Teilnehmer war dementsprechend positiv. Obwohl einige schon vorher zu Seminaren in Berlin gewesen sind, hatten sie hier neue Eindrücke gewinnen können.
Wenn sie auch an einem solchen Seminar interessiert sind, sprechen sie uns gerne an.
Seit 1957 ist die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung in der Bundesrepublik Deutschland e.V. überall dort aktiv um Betreuungsangebote bemüht, wo der Bund dies nicht leisten kann.