Der Saal tobte als Ausbilder Schmidt vor 250 neuen Rekruten im Soldatenheim Munster sein Jubiläumsprogramm zum Besten gab. Gestärkt durch das ausgiebige Schnitzelbuffet des Soldatenheims konnten die Zuschauer der zweistündigen Lachoffensive standhalten.
Munster. Zehn Jahre Ausbilder Schmidt - so manchem Rekruten hat er in dieser Zeit das Leben schwer gemacht. Darunter waren sogar ein paar Prominente wie Herbert Grönemeyer, Peter Maffay oder Reiner Kalmund, für den die Uniform erst noch genäht werden musste. In seinem aktuellen Programm zog er Resümee und lies dabei kein Auge trocken. So präsentierte er dem Publikum unter anderem die besten Gags aus zehn Jahren. Hierbei durfte natürlich sein Sohn Ruck Zuck an vorderster Front nicht vergessen werden, der allein schon durch seine außergewöhnliche Namensgebung den Saal zum kochen brachte. Dabei blickte Ausbilder Schmidt aber nicht nur in die Vergangenheit, sondern wagte auch einen Blick in die Zukunft. Neben der Überlegung noch eine Tochter zu zeugen, der man ja den passenden Namen „Machhin“ geben könnte bis hin zum eigenen Altwerden lies er kein Thema aus. Aber wer glaubte, dass er gerade im Hinblick auf sein persönliches Altern melancholisch wurde, der hatte sich geirrt. Mit Gehhilfe und Gebiss werde er nach eigener Aussage erst zum wahren Soldaten, dem keiner mehr etwas entgegensetzen kann. Wie man feststellen musste, macht Ausbilder Schmidt in allen Lebenslagen eine gute Figur. Selbst als er im roten Badeanzug zur Musik von Baywatch die Bühne betrat. Bei dieser Performance mit ganzem Körpereinsatz blieb kein Auge trocken.
Auch das Problem Abschaffung der Wehrpflicht wurde thematisiert. Mit deinem kleinen Freund, dem Zivi, konnte er seinem ganzen Frust über diese Tatsache Luft machen. Mit dem Lied „Leo“ dagegen schuf er eine Hommage an seinen geliebten Panzer, der leider aufgrund eines technischen Totalschadens mittlerweile das Zeitliche gesegnet hatte. Doch Ausbilder Schmidt wäre nicht Ausbilder Schmidt, wenn er nicht selbst aus dieser Misere noch einen militärischen Nutzen ziehen könnte. Der Panzer wurde natürlich recycelt. Die Show endete mit der Präsentation seines ehemaligen geliebten Leopards in Form einer Panzerhüpfburg.
Im Anschluss stand Ausbilder Schmidt für Autogramme und zahlreiche Fotos zur Verfügung. Für alle Beteiligten war es eine rundum gelungene Veranstaltung.
Text: Christina Hubich
Bilder: André Klink
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Mobilität! Bewegung. Veränderung?
Einsendeschluss für alle Arbeiten zum Thema:
31. Mai 2012
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