Die Ideen kommen nicht mehr völlig überraschend - und das ist gut so. Es ist ein Nachdenken in Gang gekommen, das überfällig war.
Jetzt ist die Frage: Was bedeutet das für die Menschen in unserer Bundeswehr? Niemand zweifelt daran, dass sie in Zukunft eher mehr als weniger belastet sein werden. Eine kleinere Bundeswehr soll in der Lage sein, größere Aufgaben innerhalb des Bündnisses zu übernehmen.
Auch in Zukunft werden es sehr junge Menschen sein, die sich als freiwillig Wehrdienstleistende, Zeit- und Berufssoldaten im Auftrag der Bundesrepublik an den Einsätzen beteiligen. Auch in Zukunft werden sie sich fragen, ob das Land, das sie in belastende und gefährliche Einsätze schickt, hinter ihnen steht. Und nicht wenige Fachleute befürchten, dass die gefühlte Distanz zwischen der Gesellschaft und ihren Soldaten nach Aussetzung der Wehrpflicht eher wachsen als abnehmen könnte.
In dieser Situation brauchen unsere Soldatinnen und Soldaten unsere Solidarität und Menschen, die sie begleiten - sowohl in der derzeitigen Diskussion als auch in der „neuen" Bundeswehr und in sicherheitspolitischen Herausforderungen, die wir jetzt zum Teil noch nicht einmal kennen.
Text:
Dr. Martin Dutzmann
Evangelischer Militärbischof
Foto: Evangelisches Kirchenamt für die Bundeswehr
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Seit 1957 ist die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung in der Bundesrepublik Deutschland e.V. überall dort aktiv um Betreuungsangebote bemüht, wo der Bund dies nicht leisten kann.