Warum man sich taufen lässt, muss wohl nicht erklärt werden, vielleicht aber warum ausgerechnet im Einsatz - wo einen weder Familie noch engste Freunde begleiten konnten. Ein Erfahungsbericht:
Wie es für die Bundeswehr üblich ist, war auch ich die letzten Jahre, seit Beginn meiner Bundeswehrzeit, ständig unterwegs. Lehrgänge, Umzüge und ähnliches machen das „Heimatgefühl“ nicht gerade leicht. Das stört mich nicht, allerdings trug es dazu bei, dass ich nie eine „Heimatgemeinde“ gefunden habe, in der ich getauft werden wollte.
Ich kannte kaum eine Gemeinde, die Militärgottesdienste in den Standorten dafür umso besser.
Als ich zu Beginn meines Einsatzes im Kosovo Mitglied des Kirchenchors wurde, kam mir die Idee, warum sich nicht hier taufen lassen? Unsere evangelische Militärpfarrerin war begeistert, da eine Taufe nicht nur für mich, sondern auch für alle Anderen hier im Einsatz etwas Besonderes sei. So wurde aus der Idee ein Plan, aus dem Plan ein Taufgespräch und aus dem Taufgespräch die Taufe.
Ich habe mich für die Taufe im Einsatz entschieden, auch ohne meine Familie, ohne meine engsten Freunde, ohne die Leute, die mich zu wichtigen Ereignissen sonst begleiten. Es wäre schön gewesen all diese Personen dabei zu haben, doch letztendlich habe ich das für mich getan. Ich bekenne mich zu meinem Glauben, auch ohne all meine Liebsten, weil ich es kann, weil ich allein für diesen Schritt genüge.
Wer da war weiß, dass ich durchaus nicht allein war. An diesem für mich so wichtigen Tag begleiteten mich viele liebe Kameradinnen und Kameraden, die entweder einfach dem Gottesdienst beiwohnen oder mich an diesem Tag mit ihrer Anwesenheit unterstützen wollten. Durch das alles wird mir meine Taufe immer als etwas ganz Besonderes in Erinnerung bleiben. Meine Taufe im Einsatz.
Text: Leutnant Maren B.
Bilder: Pressestelle Deutsches Einsatzkontingent KFOR
| mo | di | mi | do | fr | sa | so |
| 01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | |
| 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 |
| 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 |
| 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 |
| 28 | 29 | 30 | 31 |
Mobilität! Bewegung. Veränderung?
Einsendeschluss für alle Arbeiten zum Thema:
31. Mai 2012
Weitere Infos erhalten Sie hier.
Seit 1957 ist die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung in der Bundesrepublik Deutschland e.V. überall dort aktiv um Betreuungsangebote bemüht, wo der Bund dies nicht leisten kann.