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Bildung

29. Oktober 2009

Das Land der Propheten

Am Donnerstag, 29.November 2009, stand für über 200 Soldaten der Fachschule der Luftwaffe in Faßberg Politische Bildung auf dem Dienstplan. Anders als sonst üblich, wurde das Soldatenheim "Haus Schlchternheide" als Unterrichtsort ausgewählt. Zum Thema "Der Nahostkonflikt" hatte die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V. (EAS e.V.) Frau Dr. Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift "Internationale Politik" aus der Metropole Berlin in das beschauliche Heidestädtchen locken können.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Regionalreferenten der EAS, Herrn Dieter Hollinde, und der Vorstellung der Referentin durch Herrn Oberstleutnant Dieter Grassler von der Fachschule der Luftwaffe warteten alle Anwesenden erwartungsvoll auf die Worte der Referentin.

Frau Dr. Tempel selber verstand es, die Aufmerksamkeit der Zuhörer schnell zu erlangen. Dies lag weniger an Ihrer Ausbildung, die sie mit einer Promotion in Politikwissenschaften, Judaistik und Geschichte an der Universität der Bundeswehr bei Professor Michael Wolffsohn krönte, als vielmehr an Ihrer zehnjährigen Tätigkeit als Nahostkorrespondentin für verschiedene Medien.

Nach Ihren einführenden Worten waren es vor allem die Fragen der Zuhörer, die dafür sorgten, dass Frau Dr. Tempel ihr Fachwissen zu der sehr komplexen Thematik eindrucksvoll vermitteln konnte. Selten ist das Verhältnis von Vortrag und Aussprache so ausgewogen, wie bei diesem Vortrag. Auf die Frage, wann der Konflikt denn aus ihrer Sicht gelöst werden könne, antwortete Frau Dr. Tempel: "Wir reden zwar über das Land der Propheten, aber ich bin ja keiner.". Trotz dieser Tatsache verstand die Referentin es, auch in Ihren Antworten viel Wissen an alle Zuhörer zu vermitteln, die ihrerseits auch durch die Fachlehrer für Politik gut auf das Thema vorbereitet wurden.

Die Erfahrungen aus Faßberg, wie auch aus vorangegangenen Vorträgen zeigen, dass Israel und der Nahostkonflikt ein immer aktuelles Thema ist und von Seiten der EAS in dieser Form auch weiterhin in den Standorten angeboten wird.

Sollten Sie hierzu Fragen haben, wenden Sie sich gern an uns.

Text: Dieter Hollinde, Regionalreferent der EAS e.V.
Foto: Jürgen Wicht, Regionalbetreuer der EAS e.V.

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