Im malerischen Söll am österreichischen Kaiserstuhl verbrachten die Familien aus dem Betreuungsbereich des Familienbetreuungszentrums Sigmaringen eine erholsame und bestärkende Woche.
Söll/ Österreich. Die dienstlichen Verpflichtungen von Soldatinnen und Soldaten bedeuten häufig eine große Herausforderung für die Gestaltung und Pflege ihrer privaten Beziehungen. Viele Paare müssen einen Weg finden, längere Phasen der Trennung, sei es aufgrund von Auslandseinsätzen oder der Versetzung an heimatferne Standorte, gemeinsam zu meistern – eine Aufgabe, bei der der Erfahrungsaustausch mit anderen eine große Stütze sein kann.
Mit dem Phänomen „Fernbeziehung“ beschäftigten sich zwölf Frauen und Männer, deren Partner derzeit im Einsatz sind, während einer vom Familienbetreuungszentrum (FBZ) Sigmaringen und der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) organisierten Familienfreizeit in Söll. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer waren Frauen, mit ihnen waren auch zwölf Kinder im Alter von einem bis 13 Jahren dabei. Hildegard Stumm, Familientherapeutin und Referentin der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung, gestaltete und moderierte mehrere Gesprächsrunden zum Thema. „Bei den gemeinschaftlichen Abenden, war es sehr schön zu sehen, wie die Familien miteinander arbeiteten und Möglichkeiten zum Gespräch intensiv nutzten“, kommentiert sie im Rückblick. Dabei entstand auch die Idee eines „Schwiegermutter-Wochenendes“, da diese die Familien oftmals viel unterstützen müssen, aber sehr wenig von der Bundeswehr wissen.
Als stete Begleiterin der Familienwoche, suchten viele Teilnehmer auch Einzelgespräche mit Hildegard Stumm. Edgar Befurt, der als einziger Teilnehmer gerade aus dem Einsatz zurückgekehrt war, erlebte seine Rolle in der Gruppe als ganz besondere: „Außer mir waren die Väter in allen übrigen Familien noch im Einsatz. Für die Angehörigen war es toll, dass meine Frau und ich den anderen über unsere Erfahrungen berichten konnten.“ Damit die Eltern Ruhe für Gespräche fanden, kümmerte sich Veronika Neuburger, Diplom-Pädagogin, mit Unterstützung von Ursula Polomski (FBZ Sigmaringen) um die „kleine Truppe“, unter der sie schnell Fans hatte: „Vreni war suuuuuuper!“, lautete nicht nur das einstimmige Urteil der Befurt-Kinder.
Mit einem bunt gemischten Ausflugsprogramm, das nicht zuletzt den nötigen Freiraum für eigene Unternehmungen ließ, hatten Karl-Heinz Dangel (EAS) und Andreas Polomski (FBZ Sigmaringen) alle Weichen gestellt, damit die Familien gemeinsam ausspannen konnten. Täglich lud Karl-Heinz Dangel zu Nordic-Walking-Touren ein. Besuche im Silberbergwerk oder im Bienenmuseum hielten Eltern und Kinder ebenso bei Laune wie Ausflüge zur Sommerrodelbahn Fieberbrunn und zum Erlebnispark Hexenwasser. So gab es viel Lob für die Organisatoren. Auch die lebens- und wohlfühl-notwendigen basics, Verpflegung und Unterbringung, stießen auf positive Resonanz. „Der junge, mitgereiste Verpflegungssoldat kann es mit Lafer und anderen Kochgrößen aufnehmen!“, bekundete Edgar Befurt.
Karl-Heinz Dangel und Andreas Polomski erwiesen sich als ideales Organisations-Duo. Andreas Polomski selbst hatte nicht erwartet, dass vor Ort alles so reibungslos lief, wie im Vorhinein geplant, sagt er. Im nächsten Jahr soll es wieder eine gemeinsam mit der EAS veranstaltete Familienwoche geben.
Text: Tabea Vorwergk
Bilder: Bettina Dresch-Hoogeveen; Iris Müllerschön; Andreas Polomski; Nadine Ruthe
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Mobilität! Bewegung. Veränderung?
Einsendeschluss für alle Arbeiten zum Thema:
31. Mai 2012
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Seit 1957 ist die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung in der Bundesrepublik Deutschland e.V. überall dort aktiv um Betreuungsangebote bemüht, wo der Bund dies nicht leisten kann.