Nach langer Vorbereitung war es endlich wieder soweit: Am 17.08.2009 starteten wir die diesjährige Kinderferienbetreuung. Die Anzahl der teilnehmenden Kinder belief sich dieses Jahr auf 25.
In Zusammenarbeit mit der EAS (Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung) als Schirmherr und mit finanzieller Unterstützung des Bundeswehrsozialwerkes konnten wir wieder ein attraktives Programm zusammenstellen.
Am ersten Tag begrüßten wir erwartungsvoll die angemeldeten Kinder. Nach dem gemeinsamen Frühstück wurde, der Wetterlage entsprechend, ein Strandkorb gebastelt. Gegen 10.00 Uhr traf dann das Spielmobil der EAS mit Hüpfburg, Torwand, Wikingerschach so wie Legosteinen und Gesellschaftsspielen ein. Nach dem gemeinsamen Aufbau und einer ersten Testphase auf der Hüpfburg gingen wir zum Mittagessen.
Bis jedes der Kinder wusste, wo alles zu finden war, verging einige Zeit. Ein ganz normaler Start. Auch die unterschiedliche Entwicklung der Kinder im Hinblick auf Selbständigkeit und gegenseitige Unterstützung waren schon eine gewisse Herausforderung für die Betreuer.
Nach dem Mittagessen ging es dann zum Abenteuerspielplatz. Bei vielen Kindern hatten wir hier voll ins Schwarze getroffen. Zwei Stunden später, als die Kräfte langsam schwanden, begaben wir uns auf den Rückweg zur Kaserne. Natürlich mussten wir unterwegs noch einen dringend notwendigen Eis-Stop einlegen. Gegen 16.00 Uhr waren wir wieder in der Kaserne. Einige Muttis und Papis warteten schon auf uns. Der erste Tag war zu Ende.
Am zweiten Tag fuhren wir nach dem Frühstück ins Freizeitbad nach Neumünster. Aus rechtlichen Gründen können wir hiervon leider keine Bilder zeigen. Aber ein Besuch in diesem Schwimmbad ist lohnenswert. Oder, um mit den Worten der Kinder zu sprechen, „der Hammer". Gegen Mittag fuhren wir etwas matt zurück zur MUS, wo wir in der Messe mit Pommes und Chicken Wings empfangen wurden. Wir hatten den Geschmack der Kinder getroffen. Anschließend ging es dann zur Lehrküche der VIII./LogSchule, wo uns die Kreativ-Abteilung der Lehrküche unter Leitung von HptBtsm Kruse in die Kunst der Eierpfannkuchenherstellung einzuweisen versuchte. Mit Hüpfburg und Wikingerschach ging der Tag zu Ende.
Am dritten Tag trafen wir uns im Bootshafen mit der Bootshafencrew der MUS und fuhren, auf Umwegen, über den Großen Plöner See zu Tante Thea, ein Tretbootverleih, um dort ein Eis zu essen.
Nach dem Mittagessen, es waren gerade 28°C im Schatten, gingen wir zur „Fegetasche", eine von den Schwimmmeistern der Stadt Plön beaufsichtigten Badestelle am Plöner See. Die Kinder konnten sich hier einige Spielsachen ausleihen wie Bälle, Kescher, Eimer, Gummitiere, etc. Hier konnte man Getränke kaufen, auch Eis. Doch unser tägliches Eis hatten wir schon gegessen. Somit mussten wir mit Balla Ballas vorlieb nehmen. (Achtung Eltern: Balla Ballas = Geheimtipp! Geht immer!). Um 15.30 Uhr mussten wir packen und gingen zurück. Es war ja schon wieder Feierabend für heute.
Es folgte der vierte Tag und damit das Highlight der Woche:
Erlebniswald Trappenkamp mit Führung und Grillen!
Um 08.00 Uhr ging es los. Frisch gestärkt nach dem Frühstück fuhren wir nach Trappenkamp. Unterwegs mussten wir noch Grillwurst, Steaks usw. besorgen. Kein Problem. Alles war gut organisiert. Um 09.00 Uhr trafen wir am Erlebniswald ein. Wir nahmen unseren Grillpilz in Besitz und die Kinder konnten sich schon etwas umsehen. Die Führung durch den Schmetterlingsgarten mit einer Waldpädagogin war hochinteressant. Wir lernten die Lieblingspflanzen der einheimischen Falter kennen, wanderten an den verschiedenen Entwicklungsstufen eines Schmetterlings entlang und durften zum Schluss noch frische Himbeeren probieren. Auch Ameisen und Fledermäuse lernten wir kennen.Gegen 15.00 Uhr mussten wir zusammenpacken, den Bus besteigen und fuhren zurück zur MUS. Ein bisschen Hüpfburg und im Wald spielen ging noch, aber doch merklich ruhiger als sonst üblich. Wir waren alle ziemlich geschafft, aber die Eltern hatten einen sehr angenehmen Abend zu Hause, wie uns am nächsten Tag berichtet wurde.Eins hatte ich noch vergessen zu erwähnen: In dem kleinen Waldstück hinter unserem Betreuungsbereich üben unsere Rekruten ab und zu „Tarnen und Täuschen". Es gab also die ein oder andere Lichtung. Die Jungs bauten mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ihr eigenes Lager. Im Verlauf der 2 Wochen bekamen die Mädchen kulanterweise im rückwärtigen Bereich auch ihr „Lager" zugewiesen. Die Festungsanlage, die hier in 2 Wochen entstand, war schon beeindruckend. Sollte ihr Kind zu Hause Äste, Stöcke, Tampen und Ähnliches sammeln, und danach für längere Zeit verschwinden, suchen sie in der näheren Umgebung undurchdringliches Dickicht ab.
Der fünfte und letzte Tag dieser Woche verlief leider nicht programmgemäß. Eigentlich wollten wir eine Kinderolympiade mit dem Personalrat zusammen veranstalten. Doch mangels Manpower mussten wir leider umdisponieren. Wir verbrachten diesen Tag noch einmal auf dem Abenteuerspielplatz und nutzten die uns von der EAS zur Verfügung gestellten Gemeinschaftsspiele. Den Kindern hat dies nichts ausgemacht. Der Tag war ok.
Die erste Woche war nun um und einige Kinder verließen uns. Es floss auch die ein oder andere Träne. à Tschüss! Bis nächstes Jahr!
Die zweite Woche, für einige der erste Tag bei uns, für die meisten Tag 6.
Wir begannen wie immer mit dem Frühstück. Anschließend war Proviantübernahme beim Küchenchef. Wir wollten heute die Kieler Förde erobern. Netterweise ermöglichte uns die Schießplatzkommandantur Putlos die Mitfahrt auf einem ihrer Sicherungsboote und unter fachkundiger Leitung ging es um 10.15 Uhr im Marinestützpunkt los. Es gab schon einiges zu sehen:
Einen kurzen Stop auf unserem Förde-Törn legten wir in Laboe ein. Wir mussten auf Grund des hervorragenden Wetters einen vom Kapitän angeordneten Eis-Stop einlegen. Nach Ausführung dieser doch sehr wichtigen Angelegenheit, fuhren wir wieder zurück zum Stützpunkt, um unser Mittagessen in Form eines Lunchpaketes zu verzehren. Ca. 13.30 Uhr wurden wir vom Ausbildungszug des FachSanZ Kiel in Empfang genommen. Hier stand nun eine doch sehr eigenartige Erste-Hilfe-Ausbildung auf dem Programm:
Um 15.30 Uhr hatten die Kinder ihre Ausbildung durchlaufen und wir konnten wieder nach Plön zurückfahren. Es war spät geworden und die Eltern warteten schon auf uns.
Kann ja mal passieren! T´schuldigung!
Der siebte Tag:
Wir hatten einen der kälteren Tage während unserer Kinderbetreuung erwischt. Also fuhren wir ins Freibad. Unlogisch? Doch nicht, wenn dieses Freibad beheizt ist, über einen warmen Whirlpool, eine beheizte Disco-Rutsche und einen 5-Meter-Turm verfügt.
Also ab nach Neumünster. Dort blieben wir etwas länger, nahmen uns etwas zu essen mit, denn am Nachmittag mussten wir wieder in die Lehrküche und uns unser Essen selber machen. HptBtsm Kruse musste feststellen, das, entgegen seiner Meinung, doch nicht alle Kinder Milchreis mögen. Somit waren wir also wieder bei unserem 2-Gänge-Menue aus Eierpfannkuchen und Milchreis angelangt. Einen Geheimtipp gab es allerdings noch: Dienstags ist in der Küche Eistag, d.h., unser Bäcker macht selbst Eis und dieses wird an die Soldaten verausgabt. Eigentlich wollte HptBtsm Prosenz, unser Bäckermeister, nicht so recht mit dem Eis rausrücken. Aber diesen Kampf konnten die Kinder klar für sich entscheiden. Ausklang dieses Tages war wieder bei unseren Spielgeräten.
Der achte Tag:
Nach dem Frühstück und einer kurzen Aufwärmphase auf der Hüpfburg begaben wir uns in die „heiligen Hallen" der Marineinfanterie. Wir durften nicht an die Schießausbildungs-simulatoren. Das ist verboten für uns Kinder. Aber es gab ja noch etwas anderes:
Der Ropingturm!
An diesem über 12 Meter hohen Ausbildungsturm üben die Infanteristen das „Boarding", das Abseilen vom großen Schiff auf ein kleines Boot. Mit Unterstützung unseres erfahrenen Höhenretters, StBtsm Germeroth, dem Leiter der infanteristischen Übungsanlagen, ging es dann nach entsprechender Einweisung in luftige Höhen. Hungrig ging es anschließend zum Essen. Am Nachmittag erwartete uns die Jugendfeuerwehr der Stadt Plön:
Der neunte Tag:
Nach dem Frühstück und der Proviantübernahme fuhren wir zum Wildpark Eekholt. Am Eingang wurden wir von Frau Dargel (Wir durften sie Annika nennen!) empfangen. Wir wurden bereits erwartet. Dann begann unser Rundkurs durch den Wildpark. Ein toller Tag!
Der zehnte und letzte Tag:
Heute standen nur noch ganz wenige Punkte auf unserem Programm:
Zu Beginn stand, mehr oder weniger erfolgreich, das Angeln. Anschließend gab es ein Feedback mit dem Schulkommandeur. (Wir kamen sauber aus der Nummer raus. Die Kinder waren wohl mit uns zufrieden!)
Nach dem Mittagessen gingen nun zwei herrliche Wochen zu Ende. Mit großem Gepäck wurden unsere Kinder von ihren Eltern in Empfang genommen.
Zum Schluss möchte ich mich und im Namen der Kinder bei allen für ihre tolle Unterstützung und ihr hohes Engagement ausdrücklich bedanken.
Text:
Franz-Josef Weber
Hauptbootsmann und stellvertretender Projektoffizier
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Mobilität! Bewegung. Veränderung?
Einsendeschluss für alle Arbeiten zum Thema:
31. Mai 2012
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Seit 1957 ist die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung in der Bundesrepublik Deutschland e.V. überall dort aktiv um Betreuungsangebote bemüht, wo der Bund dies nicht leisten kann.