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22. November 2011

Volles Tempo für „Angriff auf die Seele“

Bei der größten deutschen Marathonstaffel am ehemaligen Flughafen Tempelhof starteten die Evangelische Militärseelsorge und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) zum Benefizlauf für „Angriff auf die Seele“.

Berlin. Am Sonntag, den 21. November, trat das Team aus vier Mitarbeitern der EAS, darunter Sören Lingenberg, Volker Specht, Alf Kohlhaus und Tabea Vorwergk, ebenso wie dem evangelischen Militärdekan, Karsten Wächter, bei der größten deutschen Marathonstaffel am Tempelhofer Flughafen an. Strecken von zwölf, zehn und fünf Kilometern galt es zu bezwingen. Mit über  7 000 weiteren  - mal mehr, mal weniger trainierten - Läufern gab die Fünfermannschaft volles Tempo für die Initiative „Angriff auf die Seele“.

„Angriff auf die Seele“ bietet Hilfe zur Selbsthilfe für Soldatinnen und Soldaten sowie deren Angehörige, die durch einen Einsatz besonderen psychischen  Belastungen ausgesetzt sind oder waren. In dem Internetportal www.angriff-auf-die-seele.de  finden Betroffene aktuelle Informationsmaterialien sowie eine umfangreiche Hilfe- und Kontaktdatenbank. Die Initiatoren von „Angriff auf die Seele“ vermitteln auch direkt schnell und anonym Hilfe zu psychologischem Fachpersonal.

Der Staffellauf, der 2009 von Grunewald auf das Tempelhofer Flugfeld umzog, findet seit  1921 traditionell am Volkstrauertag in Gedenken an einen der besten deutschen Langstreckenläufer, Richard Heinzenburg, statt. Heinzenburg starb 1917 als Soldat im ersten Weltkrieg.

Seinen sportlichen Ehrgeiz verwandte das „Angriff-auf-die Seele“-Team vor allem darauf, die gemeinnützige Initiative von Frank Eggen weiter bekannt zu machen. Realistische Aussichten auf ein Siegertreppchen hatten die fünf Läufer dabei zwar nie, vor einem Publikum von etwa 15 000 Menschen aber rannten sie dennoch mit großem Spaß an der Sache.

Zur nächsten Marathonstaffel im kommendem Jahr sollen mehrere Teams starten. Die Mannschaften sollen sich dann zusammensetzen aus Lauflustigen der Evangelischen Militärseelsorge, des Traumazentrums im Bundeswehrkrankenhaus Berlin, der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung ebenso wie aus freiwilligen Hobbysportlern aus dem Umfeld von „Angriff auf die Seele“. Auch 2012 wird der Spaß an der Gemeinschaftsaktion wieder mehr zählen als Bestzeiten.

 

Text: Tabea Vorwergk

Bilder: Frank Eggen

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