Ummendorf (uz). Das mobile Kinderzimmer von Matthias Opolony (MoKiMO) ist längst eine feste Größe geworden, wenn es darum geht, Kinder bei Veranstaltungen der Familienbetreuungsorganisation der Bundeswehr oder bei anderen Veranstaltungen der Streitkräfte, zu betreuen. Eine Sorge, die auch Opolony als Verantwortlicher im Familienbetreuungszentrum Speyer selbst oft plagte. Vor gut vier Jahren fand er eine wirkungsvolle Abhilfe: Das MoKiMO bietet Kindern einen optimalen Raum zum spielen. Eine mittlerweile patentierte Idee, mit der der Hobby-Schreiner auch den Deutschen Bundeswehrverband und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) auf den Plan rief.
Auf der Suche nach einer Einrichtung, die die kleinen Kinderzimmer in größerer Auflage produzieren kann, rückte schnell das Systemzentrum-Luftfahrzeugtechnik im Oberschwäbischen Ummendorf in den Blickpunkt der künftigen Nutzer. Mittlerweile verfügen die Soldatenheime der EAS über sieben MoKiMOs. Im Bereich von Hauptfeldwebel Wilmar Elzenbaumer findet sich das richtige Personal, um die Kinderzimmer zu fertigen. Als er in die Verantwortung trat, übernahm er das Projekt MoKiMO von seinem Vorgänger, der die Absprachen zur Fertigung und der Abrechnung der Leistungen mit den Auftraggebern und seinen Vorgesetzten getroffen hatte. Eigentlich werden in Ummendorf für fast alle Waffensysteme der Bundeswehr hydraulische Komponenten , Not-Pneumatikteile und Sauerstoffkomponenten instandgesetzt. Hierfür werden nach der Lackierung passgenaue Transport-Kisten gefertigt. Neben den alltäglichen Aufträgen für unterschiedliche Einheiten, die die Dienstleistung aus Ummendorf für ihren Flugbetrieb benötigen, sind die Mitarbeiter der Werft gefragte Spezialisten für allerhand andere wichtige Aufträge aus der ganzen Bundesrepublik geworden. Zu den Aufgaben gehört dann auch schon mal das Lackieren von Teilen eines ausgemusterten Panzers oder Luftfahrzeuges für eine Sammlung daneben eben die Fertigung von MoKiMOs. Die Fertigung wurde im zweiten Halbjahr 2008 abgeschlossen. Die MoKiMOs werden zukünftig aufgrund Kapazitätsproblemen und der Entscheidung des bisherigen Geldgebers, bei zivilen Schreinereien gefertigt
„Die Kinderzimmer waren immer eine schöne Abwechslung" berichten die Mitarbeiter in Lackiererei und Schreinerei übereinstimmend. Gerade in der Lackiererei stießen die Kapazitäten durch die relativ großen Seitenwände der MoKiMOs öfter an ihre Grenzen. Um die Lackschichten ordnungsgemäß trocknen zu lassen, wurde jeder Millimeter der Räumlichkeiten genutzt. Rund 120 bis 130 Arbeitsstunden stecken in jedem MoKiMO. Die Mitarbeiter , welche beim Bau der MoKIMO´s beschäftigt waren, sind bei der Produktion zur Höchstform aufgelaufen. In der Schreinerei wurde an den Formen des MoKiMOs nochmals geschliffen, um es zu verbessern und auch noch sicherer zu machen. Außerdem wurde in Ummendorf eine kleine Bauanleitung verfasst. In weniger als einer Stunde kann das tragbare Spielzimmer in zwei verschiedenen Formen aufgebaut werden. Eine Mitarbeiterin der Lackiererei hat Spielfiguren entworfen, die auf den Wänden aufgemalt wurden.
Es ist schade, dass es aufgrund der schon erwähnten personellen Kapazitätsproblemen keine weitere Fertigung der MoKiMos in Ummendorf geben wird. Auch an der Dienststelle in Ummendorf gehen die Reduzierungen der Bundeswehr nicht spurlos vorbei und einige der „Macher" sind inzwischen in Vorruhestand oder versetzt worden, zum Beispiel nach Erding. Sicher bleibt aber, dass die bisherigen MoKiMOs nicht nur bei den Kindern, für die sie gedacht sind, Freude geschenkt haben, auch die Produktion hat den Zuständigen viel Spaß gemacht. Die deutliche Handschrift der Ummendorfer beim Erscheinungsbild ist nicht zu übersehen.
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Mobilität! Bewegung. Veränderung?
Einsendeschluss für alle Arbeiten zum Thema:
31. Mai 2012
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Seit 1957 ist die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung in der Bundesrepublik Deutschland e.V. überall dort aktiv um Betreuungsangebote bemüht, wo der Bund dies nicht leisten kann.